Ernst Franz Vogelmann-Preis
für zeitgenössige Skulptur

Die Preisträger

 
Erster Preisträger 2008, ausgelobt 2007:
Roman Signer, St. Gallen/Schweiz
  Zweiter Preisträger 2011, ausgelobt 2010:
Franz Erhard Walther, Fulda
Roman Signer erhielt den Preis am 1. April 2008 im Rahmen einer Feierstunde im Rathaus und präsentierte ausgewählte Werke in der Ausstellung „Alles im Fluss” vom 8.11.2008 - 22.2.2009.   Die feierliche Übergabe des Preises erfolgte am 5. April 2011, eine Werkschau mit den Arbeiten aus den Jahren 1957 bis 2009 wurde am 11.9.2011 in der Kunsthalle Vogelmann eröffnet. Franz Erhard Walther gehört bereits seit den 60er Jahren zur internationalen Avantgarde.
Von 1974 bis 1995 ist Roman Signer als Lehrer und Dozent an der Schule für Gestaltung in Luzern tätig. Ab 1973 folgen zahlreiche Ausstellungen in Galerien und Museen im In- und Ausland, seit 1981 Aktionen vor Publikum. Roman Signer gehört seit seinen Beteiligungen an der Documenta 8 in Kassel (1987 - Papierwand, Abschlussaktion der Documenta), der Ausstellung Skulptur Projekte in Münster (1997) und der Biennale in Venedig (1999) zu den bedeutendsten europäischen Gegenwartskünstlern.   Er studierte von 1957 bis 1959 an der Werkkunstschule in Offenbach am Main (heute: HfG Offenbach), nahm 1959 ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt auf (bis 1961) und wechselte dann bis 1964 an die Kunstakademie Düsseldorf. Der vierfache Documenta-Teilnehmer lebte von 1967 bis 1971 in New York und hatte von 1971 bis 2005 an der Hochschule für bildende Künste Hamburg eine Professur für Bildhauerei inne. Zu seinen Schülern gehörten u. a. Lili Fischer, Martin Kippenberger und Jonathan Meese. Der Künstler lebt und arbeitet seit seiner Emeritierung in Fulda.

   
Dritter Preisträger 2014
Thomas Schütte, Oldenburg/Deutschland
   

Den mit 25 000 Euro dotierten Ernst Franz Vogelmann-Preis für Skulptur 2014 erhält der Bildhauer Thomas Schütte. Die Jury würdigt damit einen der international wichtigsten deutschen Gegenwartskünstler.

 

Seine bedeutenden Einzelausstellungen waren u.a.: 2010 in der Reina Sofia, Madrid,
2012 in der Serpentine Gallery in London und aktuell in der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel und im Folkwang Museum in Essen zu sehen.
Seine monumentale Bronzeskulptur „United Enemies“ (1993/2011) war bis August 2013 im Central Park in New York ausgestellt.

Thomas Schütte, 1954 in Oldenburg geboren, „ist es gelungen, in ironisch-spielerischer wie kritisch-reflektierender Herangehensweise traditionelle Darstellungsformen neu zu beleben und gleichzeitig zu gesellschaftlich brisanten Themen pointiert Stellung zu nehmen“, begründet die Jury ihre Entscheidung.

Schüttes eigenwilliges Werk ist hintergründig und irritierend vielfältig; die Bandbreite seines bildhauerischen Schaffens reicht vom architektonischen Entwurfsmodell über modellierte Keramik bis zur figurativen, der Klassik nahe stehenden Bronzeskulptur.

Thomas Schütte lebt und arbeitet in Düsseldorf, wo er von 1973 bis 1981 an der Kunstakademie bei Fritz Schwegler und Gerhard Richter studierte. 2005 erhielt der international anerkannte Künstler und dreifache documenta-Teilnehmer den Goldenen Löwen der Biennale in Venedig.

 

Seit 2008 vergibt die Heilbronner Ernst Franz Vogelmann-Stiftung gemeinsam mit den Städtischen Museen Heilbronn im Turnus von drei Jahren den Preis für Skulptur. Gewürdigt werden Künstlerpersönlichkeiten, die mit ihrem Werk in der Entwicklung der zeitgenössischen Skulptur und Plastik wesentliche Impulse setzen konnten. Mit der Auszeichnung für Thomas Schütte ist eine Einzelausstellung in der Kunsthalle Vogelmann verbunden, die vom 12. Juli bis 12. Oktober 2014 zu sehen sein wird. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Ausstellung statt.

Ansprechpartner:
Dr. Marc Gundel
Direktor der Städtischen Museen Heilbronn.
Telefon: 07131/56 2295 oder
Mail: museen-hn@stadt-heilbronn.de

 

   
Vierter Preisträger 2017:
Richard Deacon, London/Großbritannien
   
An der St. Martins School of Art und am Royal College of Art in London ausgebildet, lehrte Richard Deacon zehn Jahre an der Pariser École nationale supérieure des beaux-arts. Bis zu seiner Emeritierung 2016 hatte er eine Professur für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf inne. Deacon, Ehrendoktor der University of Leicester, und unter anderem Mitglied der britischen Royal Academy of Arts und der Berliner Akademie der Künste, lebt und arbeitet überwiegend in London.   Sein außergewöhnliches Werk umkreist seit mehr als vier Jahrzehnten die klassischen Grundfragen des Skulpturalen. Ob in Holz, Keramik, Edelstahl oder Kunststoff, die ungeheure Vielfalt seiner Skulpturen überrascht ebenso wie die angewandten Konstruktionsweisen. Vom 29. Oktober 2017 bis 25. Februar 2018 ist in der Kunsthalle Vogelmann, Heilbronn, seine Ausstellung „About Time“ zu sehen.
     

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